Zitatsammlung

Albert Schweitzer
 Theologe und Missionsarzt (1875 - 1965)

Das Verhängnis unserer Kultur ist, daß sie sich materiell viel stärker entwickelt hat als geistig.
Das Wenige, was du tun kannst, ist viel.
Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.
Die Liebe stirbt meist an den kleinen Fehlern, die man am Anfang so entzückend findet.
Es genügt nicht, bloß zu existieren. Es genügt nicht zu sagen: 'Ich verdiene genug und kann meine Familie ernähren. Ich mache meine Arbeit gut, ich bin ein guter Vater, Ehemann, Kirchgänger.' Das ist alles lobenswert. Aber man muß mehr tun, nämlich immer
Es ist besser, hohe Grundsätze zu haben, die man befolgt, als noch höhere, die man außer acht läßt.
Ethik ist ins Grenzenlose erweiterte Verantwortung gegen alles, was lebt.
Gebete ändern nicht die Welt. Aber die Gebete ändern Menschen und Menschen ändern die Welt.
Happiness is nothing more than good health and a bad memory.
Humanität besteht darin, daß niemals ein Mensch einem Zweck geopfert wird.
Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.
Ich gebe mir darüber Rechenschaft, daß die Gewohnheit, Fleisch zu essen, nicht mit erhabenen Gefühlen in übereinstimmung steht.
Indem ich einem Insekt aus der Not helfe, tue ich nichts anderes, als das ich versuche, etwas von der immer neuen Schuld des Menschen an der Kreatur abzutragen.
Jahre runzeln die Haut, aber den Enthusiasmus aufgeben runzelt die Seele.
Keine Zukunft vermag gutzumachen, was du in der Gegenwart versäumst.
Kraft macht keinen Lärm, sie ist da und wirkt.
Manche Menschen gleichen einem eingerollten Igel, der sich mit den eigenen Stacheln peinigt.
Meine Ansicht ist, daß wir, die für die Schonung der Tiere eintreten, ganz dem Fleischgenuss entsagen, und auch gegen ihn reden. So mache ich es selber. Und damit kommen so manche dazu, auf das Problem, das so spät aufgestellt wurde, aufmerksam zu werden.
Mit 20 hat jeder das Gesicht, das Gott ihm gegeben hat, mit 40 das Gesicht, das ihm das Leben gegeben hat und mit 60 das Gesicht, das er verdient.
Nicht auf das, was geistreich, sondern auf das, was wahr ist, kommt es an.
Niemand wird alt, weil er eine bestimmte Anzahl von Jahren gelebt hat. Menschen werden alt, wenn sie ihre Ideale verraten.
Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit.
Vertrauen ist für alle Unternehmungen das größte Betriebskapital ohne welches kein nützliches Werk auskommen kann. Es schafft auf allen Gebieten die Bedingungen gedeihlichen Geschehens.
Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in die Garage geht.
Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in einer Garage steht.
Wer sich vornimmt, Gutes zu wirken, darf nicht erwarten, daß die Menschen ihm deswegen Steine aus dem Weg räumen, sondern muß auf das Schicksalhafte gefaßt sein, daß sie ihm welche draufrollen.
Wer viel Schönes im Leben erhalten hat, muss entsprechend viel dafür hergeben.
Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.
Wo immer ein Tier in den Dienst des Menschen gezwungen wird, gehen die Leiden , die es erduldet, uns alle an.
 

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