Zitatsammlung

Alexander von Humboldt
 Naturforscher und Geograph (1769 - 1859)

Alles, was sich zu lange hinschleppt, ehe es zu etwas nur irgend Sichtbarem wird, verliert an Interesse.
Denken und Wissen sollten immer gleichen Schritt halten. Das Wissen bleibt sonst tot und unfruchtbar.
Die meisten Menschen machen sich selbst bloß durch übertriebene Forderungen an das Schicksal unzufrieden.
Die Sehnsucht nach wahrer Freundschaft und Liebe ist ein Vorrecht zarter und gebildeter Seelen.
Die Vergangenheit und die Erinnerung haben eine unendlich Kraft, und wenn auch schmerzliche Sehnsucht daraus quillt, sich ihnen hinzugeben, so liegt darin doch ein unaussprechlich süßer Genuß.
Diesseits des Meeres finde ich wohl nie so einen Ort wieder.
Erkenntnis macht frei, Bildung fesselt, Halbbildung stürzt in Sklaverei.
Es ist unglaublich, wieviel Kraft die Seele dem Körper zu leihen vermag.
Gewiss ist es fast noch wichtiger, wie der Mensch sein Schicksal nimmt, als wie sein Schicksal ist.
Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen. Sie ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niederen und unedlen Volkes.
Humor ist der Schwimmgürtel auf dem Strom des Lebens.
Ideen sind ja nur das einzig wahrhaft Bleibende im Leben.
Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.
Mir kommt es immer vor, dass die Art, wie man die Ereignisse des Lebens nimmt, ebenso wichtigen Anteil an unserem Glück und Unglück hätte, als diese Ereignisse selbst.
Nur der Wechsel ist wohltätig. Unaufhörliches Tageslicht ermüdet.
Sprichwörter sind ein öffentlicher Unterstützungsverein für Leute ohne eigene Gedanken.
Unterhaltung besteht meistens nicht darin, daß man selbst etwas Gescheites sagt, sondern daß man etwas Dummes anhören muß.
Was in der Natur der Dinge liegt und das Schicksal herbeiführt, darüber wäre es töricht und unmännlich zugleich, seine Ruhe und sein inneres Gleichgewicht zu verlieren.
Wirke auf andere durch das, was du bist!
Wo ein Jäger lebt, können zehn Hirten leben, hundert Ackerbauer und tausend Gärtner.
überall geht ein frühes Ahnen dem späteren Wissen voraus.

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