An nichts gewöhnt man sich so schnell wie an das langsame Arbeiten. |
Das Lesen im Bett zeugt von völliger Hingabe an die Kunst: Man überläßt es dem Dichter, wann man einschläft. |
Der Verstand ist wie eine Fahrkarte: Sie hat nur dann einen Sinn, wenn sie benutzt wird. |
Der ärger ist als Gewitter, nicht als Dauerregen gedacht, er soll die Luft reinigen und nicht die Ernte verderben. |
Die bescheidenen Menschen wären die berufenen Politiker, wenn sie nicht so bescheiden wären. |
Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen. |
Die Ungerechtigkeit der Geschichte besteht darin, daß wir die gleichen Augen und Ohren haben wie unsere Vorfahren, obwohl wir weit mehr hören und sehen als sie. |
Gegen das zunehmende Wissen der Menschen wäre nichts einzuwenden, wenn sie dadurch gescheiter würden. |
Genau die Kraft, die gefehlt hat, um einen Sieg zu erringen braucht man, um eine Niederlage zu verkraften. |
Man darf beim Schreiben keine Ehrfurcht haben. |
Man glaubt gar nicht, wieviel gedruckt wird, ohne daß es jemals gelesen wird. |
Manche hübsche Weintraube eines Weisen lebt weiter als Rosine im Kopf eines Narren. |
Manche Menschen sind wie gewaltige Berge: je höher, um so eisiger. |
Manchmal kann man die Vergangenheit mit den Sinnen festhalten: Die eine riecht nach wohltuender Erinnerung, die andere stinkt zum Himmel |
Neid ist die Eifersucht darüber, daß sich Gott auch mit anderen Menschen außer uns beschäftigt. |
Ohne Leiden bildet sich kein Charakter. |
Ohne Vorbehalte kann man nur mit jemandem diskutieren, wenn dieser von der Sache nichts versteht. |
Pläne sind die Träume der Verständigen. |
Schon mancher dumme Verlierer wurde der heimliche Sieger. |
Selbst ernannte Moralapostel geraten ins Schwärmen, wenn sie die Moral anderer Leute zur Sprache bringen. |
Was man vergißt, hat man im Grunde nicht erlebt. |
Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat, aber das Denken anderen überläßt? |
Wenn man in seinen Gedanken versinkt, darf man sich nicht mit seichtem Wasser begnügen. |
Wer im Geld schwimmt, hält einen Rettungsring für eine Zumutung. |
Wir hoffen immer auf den nächsten Tag, wahrscheinlich erhofft sich der nächste Tag einiges von uns. |
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