Zitatsammlung

Sigmund Graff
 Schriftsteller (1898 - 1979)

Auch der Unanstaendige kommt in der Regel mit der Anstaendigkeit am weitesten. Naemlich mir der der anderen.
Das Glück der Liebe: sich vor dem anderen ganz aussprechen dürfen. Das Geheimnis der Liebe: vieles unausgesprochen zu lassen. Beides bindet.
Der Aphorismus will nicht Dumme gescheit, sondern Gescheite nachdenklich machen.
Einigkeit macht stark, aber meistens auch blind.
Gebildet ist, wer Parallelen zu sehen vermag - Dummköpfe sehen immer wieder etwas Neues.
Gegen Angriffe kann man sich wehren, gegen Lob ist man machtlos.
Komik entsteht, wenn sich unser Verstand durch die unbegrenzten Möglichkeiten der Erscheinungswelt blamiert sieht, also durch die Aufdeckung einer Erfahrungslücke.
Wenn man jemandem alles verziehen hat, ist man mit ihm fertig.
Wie gern wir uns beneiden lassen, beweist fast jede Ansichtskarte, die wir schreiben.
Wie wir von manchen Menschen verkannt werden, beweisen uns nicht selten ihre Geschenke.
Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen.
 

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