Zitatsammlung

Ludwig Börne
 Schriftsteller und Journalist (1786 - 1854)

Alle Narrheit erschöpfen, so gelangt man zum Boden der Weisheit.
Als Gott die Welt erschuf, da schuf er den Mann und das Weib, nicht Herrn und Knecht, nicht Juden und Christen, nicht Arme und Reiche.
Das Geheimnis der Macht besteht darin, zu wissen, daß andere noch feiger sind als wir.
Die Fassung der Edelsteine erhöht ihren Preis, nicht ihren Wert.
Ein Menn von Geist wird nicht allein nie etwas Dummes sagen, er wird auch nie etwas Dummes hören.
Eine Frau von innerer Güte ist immer liebenswürdig befunden worden, und eine, die noch nach drei Tagen häßlich gefunden wird, ist gewiß nicht liebenswürdig.
Einen Wahn verlieren macht weiser als eine Wahrheit finden.
Es gibt Menschen, die Geizen mit ihrem Verstande, wie andere mit ihrem Gelde.
Es kann das Volk sein eigener Tyrann sein, und es ist es oft gewesen.
Große Leidenschaften sind wie Naturkräfte. Ob sie nutzen oder schaden, hängt nur von der Richtung ab, die sie nehmen.
Je vornehmer einer ist, desto höflicher behandelt er den Niedrigen.
Man heilt Leidenschaften nicht durch Verstand sondern nur durch andere Leidenschaften.
Man kann eine Idee durch eine andere verdrängen, nur die der Freiheit nicht.
Ob wir spotten oder ernst sind, kriechen oder hüpfen, zaudern oder fortstürmen, hoffen oder fürchten, glauben oder zweifeln - am Grabe begegnen wir uns alle.
Trost gibt der Himmel, von dem Menschen erwartet man Beistand.
Tugenden und Mädchen sind am schönsten, ehe sie wissen, daß sie schön sind.
Wer in der wirklichen Welt arbeiten kann und in der idealen leben, der hat das Höchste erreicht.
 

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