Fröhliche Weihnachten!

von Philipp Greifenstein

Ein Weihnachtsgruß der Aktivitas des Hallenser Wingolf.

Liebe Besucher unserer Homepage,

mit großen Schritten bewegen wir uns auf das Ende des Jahres 2011 zu, mit dem Advent kommt uns auch das Christfest nahe. So sind in dieser Zeit Ende und Anfang miteinander verknüpft. Ein Ende der Bemühungen, die wir dieses Jahr unternommen haben. Manches Ziel haben wir erreicht, andere Wünsche blieben unerfüllt. Ein Anfang, der in der heilenden Botschaft der Weihnacht begründet liegt.

Einen neuen Anfang hat auch die Aktivitas des Hallenser Wingolf mit diesem Wintersemester getan. Wiederum ist es uns gelungen, vier Zimmer auf unserem Haus an junge Studenten zu vermieten. Das Semesterprogramm war bisher gespickt mit Fahrten zum Reformationstag nach Wittenberg, zum Treffen mit unseren Königsberger Philistern in Duisburg, zur Ostkreuzkneipe nach Rostock und zur Kreuzkneipe nach Berlin. Wir sind viel herumgekommen, die zahlreichen neuen Begegnungen haben das Semester bis hierher geprägt.

Anfangen mussten wir mit zahlreichen kleineren und größeren Bauarbeiten am Haus. Die Reparaturen am Dach konnten erfolgreich abgeschossen werden. Darüber hinaus konnten wir mit der Renovierung der Hoffassade beginnen. Kleinere Schäden konnten behoben werden. Doch ganz zu Ende sind wir mit unseren Anstrengungen noch nicht.

Ende und Anfang, Tod und Lebensmut. Das sind die Pole, zwischen denen wir unser Leben gestalten müssen. Dies gilt im Hinblick auf die Probleme unserer Welt, an denen wir selbst Schuld mittragen. Das gilt vor allem in unserem privaten Leben. Dort wo wir uns im Umgang miteinander, in unserem Handeln verfehlen. Noch viel mehr aber in der Verfehlung im Denken, wenn an die Stelle des Lebensmuts der Zweifel tritt.

"Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig." Die Botschaft ist ernüchternd. In der globalen Krise, wie auch in meinen eigenem privaten Leben bin ich zumeist machtlos, schwach. "Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren." Doch gerade in der Schwä-che steckt eine Würde, die kein vermeintlich Starker dieser Welt verstehen kann. Die Würde der Schwachen ist es, ihrer eigenen Situation nicht auszuweichen. Wir Schwachen machen uns bewusst, dass man sich und die Welt nicht einfach optimieren kann. Darauf kann der Schwache verzichten und hat darin seine Einsicht, dass er, so wie er ist, seine Berechtigung und seinen Platz in dieser Welt hat. Nicht als Opfer seiner selbst und anderer, nicht als selbstgewählt Unterlegener, sondern als derjenige der den Mut hat, sich seiner Situation bewusst zu sein.

"Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig." Die Bot-schaft ist befreiend, tröstend, erlösend - weihnachtlich. Du stehst nicht allein, Mensch. Du stehst auf der Kippe, aber Heilung ist in Sicht. Wenn dir der Mut abhanden kommt, nimm den, der dir entgegenkommt. Gott ist die Quelle eines solchen Mutes. Eines Mutes, der in denen wirksam und kräftig wird, die bereit sind, ein Einsehen zu haben mit sich selbst und der Welt. Auf diesen Hilferuf gibt Gott zu Weihnachten eine eindeutige Antwort: So sei es, ich bin bei Dir, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.

Wider die Krisen der Welt und unseres Lebens ist das unsere Hoffnung, dass er das Feld behält. Diese Hoff-nung wärmt und stärkt das Gemüt, richtet auf den gekrümmten Rücken, beschleunigt den Schritt auf den Nächsten zu, weitet Herz und Verstand. Das wünschen wir Euch und uns allen für das kommende Jahr.

Frohe Weihnachten und ein segensreiches Jahr 2012 wünscht Euch Die Aktivitas des Hallenser Wingolf.

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Zuletzt bearbeitet am: Freitag, 23. Dezember 2011 15:00

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